2011/12 wurden einige Bereiche des Alpenzoos in Innsbruck erneuert.
Da viel Glas zum Einsatz kam, vor allem im Bereich des Eingangen, sollte eine Beklebung dafür sorgen, dass keine Vögel gegen die Glasscheiben fliegen.
Mein Projekt wurde als Gewinnerprojekt gewählt und nun ziert die Beklebung schon mehrere Jahre die Eingangsfassade des Alpenzoos.
Ich danke hierführ der HTL Bau & Design für die tolle Begleitung während des Projektes und
Herrn Dr. Michael Martys für die Ermöglichung und die Auswahl meines Designs.

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Wissenswertes

Glas wurde erst vom Menschen in den Lebensraum der Vögel gebracht.
So gut Vögel mit ihrem optischen Sinn an ihre ursprüngliche Umgebung angepasst sind, Glas erkennen sie nicht als Hindernis.
Während über die sinnesphysiologischen Fähigkeiten des Auges heute einiges bekannt ist,bleiben viele Fragen offen,
wenn es um die Verarbeitung der optischen Reize im Gehirn geht.

Die bekannteste Ursache für Anflüge an Glas ist dessen Transparenz. Der Vogel erblickt durch eine Glasfront
hindurch einen Baum, den Himmel oder eine Landschaft.Er steuert diese in direktem Flug an und kollidiert
dabei mit der Scheibe. Die Gefahr ist umso größer, je transparenter und großflächiger die Glasfront ist.

Die Spiegelung der Umgebung wird als architektonisches Gestaltungselement eingesetzt.
Solche Fassaden sind für Vögel ebenso ein Problem wie Situationen mit Transparenz.
Transparente Flächen an exponierten Stellen sind zu vermeiden oder ihre Durchsicht muss reduziert werden.
Wirkungsvoll sind flächige Markierungen oder der Einsatz von transluzenten Materialen.

Vogelfreundliche Maßnahmen: Durchsicht verhindern!
Um Kollisionen effektiv zu verhindern, müssen transparente Scheiben großflächig für Vögel sichtbar gemacht
werden. Als Siebdruck oder per Folie auf die Scheibe aufgebracht,
gibt es eine Vielzahl von Markierungen, die einen recht zuverlässigen Schutz bieten.
Schwarze Greifvogel-Silhouetten wirken NICHT!

Im Design kommen nur Arten des Alpenzoos vor und lässt vor allem die kleineren Besucher
ein bisschen rätseln, was sich hinter der Fassade wohl verbirgt.